UNTERWEGS

Urlaubs-Stimmung im Palmengarten

Palmen, Sonne, Sommer: Auch in Bad Pyrmont kann man das haben und dem Alltag entfliehen.

Der überregional bekannte Palmengarten zählt neben der Springbrunnen-Allee, dem Asiatischen Refugium und dem Malerblick zu den Herzstücken des wohl ältesten Kurparks Deutschlands.

Südländisches Flair

Über 500 Kübelpflanzen verschiedener Arten und Palmen bis zu einer Höhe von zehn Metern warten tagtäglich darauf von Besuchern bestaunt zu werden. Kanarische Dattelpalmen, Hanff-, Gelee- und chilenische Honigpalmen sowie viele andere Palmenarten hauchen diesem Teilstück des Parks südländisches Flair ein. Einem Paradiesvogel gleich, stehen zum Sommeranfang noch die Strelitzien in voller Blüte. Mit ihren lila- und orangefarbenen Blüten säumen sie die Wege der Palmenanlage. Dass sie so spät noch blühen, sei dem nassen und dunklen Mai zu verdanken, erklärt Gärtnermeister und Leiter der Parkpflege Michael Mäkler.

Um die Pflege des Kurparks kümmert sich ein Team von 14 gärtnerischen Mitarbeitern. Wie in allen Teilen der Parkanlage werden auch im Palmengarten sämtliche tropischen und subtropischen Pflanzen genau überwacht. Hier zählt die Devise: „Viele Augen sehen viel“, sagt der Leiter der Parkpflege. Im Gegensatz zu anderen Teilen des Parks, in denen heimische Pflanzen auch in der kalten Jahreszeit an Ort und Stelle verbleiben dürfen, kommt den Palmen eine besondere Behandlung zu Gute.

Ihr erster großer Auftritt ist alljährlich Ende April. Dann werden Sie aus dem Winterquartier geholt. Die Planungen hierfür beginnen jedoch bereits im Herbst des Vorjahres. Nach eingehender Begutachtung auf etwaig bestehende Vitalitätsmängel oder Schadstellen an den Pflanzkübeln, werden alle Pflanzen mit farbigen Etiketten versehen. Durch das jeweilige Etikett kann die Kübelpflanze im Folgejahr dem Standort zugeordnet werden, an dem sie planmäßig platziert werden soll.

Echte Schwergewichte

Der Transport der Pflanzen gilt als Schwertransport. Palmen, die in einem Kübel mit 1,60 Metern Kantenlänge stehen, wiegen zwischen sechs und acht Tonnen. Damit der Transport sicher über die Bühne geht, werden eine Ampelanlage, ein Funk-Kamera-System, Funkgeräte, ein Begleitfahrzeug und Schutzkleidung für alle am Transport beteiligten Mitarbeiter benötigt. Gabelstapler, Transportgespanne und Radlader kommen zum Einsatz. Es dauert ungefähr drei Tage, um alle Palmen zu platzieren. Mitte Oktober endet die Kübelpflanzenzeit im Palmengarten. Dann erfolgt der Abtransport ins Winterquartier. Benötigt die Palme einen neuen Pflanzkübel, sind besondere pflegerische Methoden, Kenntnisse für die Auswahl des geeigneten Pflanzkübels und bei besonders großen Exemplaren ein Autokran erforderlich.

Hochrechnungen zu Folge besuchen jährlich über 200.000 Besucher die Bad Pyrmonter Kurparkanlage, berichtet der Leiter der Parkpflege.

Der Kurpark ist täglich von 10-18 Uhr geöffnet, mit digitaler Pyrmont-Card von 6-21 Uhr. Für Besucher mit Handicap stehen barrierefreie Eingänge zur Verfügung.

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